Navigieren in Seon

Die S1a in der Romandie

Das Ziel der Schulreise war die Areuseschlucht im Val de Travers. Über Solothurn und Biel erreichten wir Neuenburg und mussten bloss noch einmal umsteigen bis zum Startpunkt unserer Wanderung. Aber die SBB machten uns einen Strich durch die Rechnung und änderten kurzfristig den Abfahrtsperron unseres Zuges. Wir standen pflichtbewusst auf Perron 1 und konnten zusehen, wie uns der Zug auf Perron 7 davonfuhr. Aber Frau Hediger hatte schon die zündende Idee: Warum nicht 15, 14 in Neuenburg spielen? So verging die Stunde bis zum nächsten Zug im Nu und wir kamen doch noch nach Noiraigue, dem Ausgangspunkt der Wanderung durch die Areuseschlucht.

In flottem Tempo marschierten wir dem rauschenden Fluss entlang, über hohe Brücken und durch eine enge Stelle mit einer schönen Steinbrücke. Klar, dass wir da einen Fotostopp einlegen mussten! Immer der Areuse entlang bei angenehmen Temperaturen kamen wir bei einer kleinen Siedlung vorbei, wo uns ein Geologe zu unserer Überraschung in sein Steinreich einlud. Neben Versteinerungen aus dem Jura waren Fossilien und Halbedelsteine aus aller Welt ausgestellt. Wer wollte, konnte mit elektrischen Geräten selber kleine Muscheln aus dem Jurakalk herausfräsen oder im Laden schöne Schmuckstücke erwerben.

Nach dieser willkommenen Abwechslung genossen wir das Mittagessen am Ufer, wo unter anderem auch ein Eisvogel vorbeiflog. Da wir ja eine Stunde Verspätung hatten, kürzten wir die Wanderung ausserplanmässig ab und kehrten mit dem Zug nach Neuenburg zurück. Dort wartete die Confiserie Schneider mit leckeren Glaces und wer noch Geld hatte, begab sich auf Shopping Tour durch die Altstadt. Da konnten die Französischkenntnisse gleich in die Praxis umgesetzt werden! Und dann hiess es auch schon Abschied nehmen und diesmal erreichten wir Seon ohne verpassten Zug pünktlich und ein bisschen müde wieder.